Der erste Tag bei den HYLO Open 2026 endete mit einem Knall! Stine Küspert und
Isabel Lohau schlagen die Weltranglisten-Sechsten Rachel Rose und Febi
Setianungrum aus Indonesien – ein absolutes Statement in der Saarlandhalle.
Nach dem erfolgreichen Matchball warf Küspert ihren Schläger weg, umarmte
Lohau sekundenlang. Und rang nach dem Spiel mit den Worten. „Ich bin unfassbar
stolz auf uns“, sagte sie nach dem nervenaufreibenden Zweisatzsieg (21:14, 21:19).
Und Lohau sagte: „Bei der Auslosung haben wir gedacht, das hätte besser sein
können. Wir wollten mal eine Top-Ten-Paarung herausfordern, haben noch nie
zusammen gegen eine gespielt. Wir haben alles reingeschmissen.“ Und das mit
Erfolg. Am Donnerstag geht es für Küspert und Lohau im Achtelfinale gegen die
Däninnen Kathrine Vang und Mette Werge weiter.
Drei deutsche Herren-Doppel gingen bei den HYLO Open an den Start – und alle
drei scheiterten in der ersten Runde. An der Sensation schnupperten Jonathan
Dresp und Simon Krax. Das Duo gewann den ersten Satz gegen die starken
Indonesier Raymond Indra und Nikolaus Joaquin, musste sich am Ende aber in drei
Durchgängen geschlagen geben (21:17, 15:21, 15:21). „Wir sind zufrieden mit der
Leistung. Und trotzdem ist es schade, weil mehr drin war“, sagte Dresp.
Malik Bourakkadi und Kenneth Neumann schieden gegen Aaron Tai und Yap Roy
King aus Malaysia aus (11:21, 12:21). Bjarne Geiss und Jones Jansen zogen gegen
die erfahrenen Dänen Kim Astrup und Anders Skaarup Rasmussen den Kürzeren
(16:21, 12:21). Jansen sagte: „Wir hatten viel Respekt und konnten unser bestes
Spiel nicht abrufen. Es hakt ein bisschen, das ist natürlich enttäuschend.“
Und es hakte an diesem ersten Turniertag auch in den anderen beiden Partien mit
deutscher Beteiligung im Damen-Doppel. Selin Hübsch und Amelie Lehmann schieden chancenlos gegen die US-Amerikanerinnen Lauren Lam und Allison Lee
aus (8:21, 6:21). Mareike Kelch und Louisa Marburger, normalerweise in der 2.
Bundesliga Süd für den TV Hofheim am Start, qualifizierten sich erstmals
gemeinsam für ein World-Tour-Turnier. Die Taiwanesinnen Chang Ching Hui und
Yang Ching Tun waren unterm Strich zu stark (10:21, 10:21). „Das Spiel war Bonus.
Wir nehmen die Erfahrung gerne mit“, sagte Marburger.
Am Mittwoch steigt dann auch die deutsche Einzel-Meisterin Yvonne Li ins Turnier
ein. Sie trifft in der ersten Runde auf die französische Qualifikantin Rosy Oktavia
Pancasari. Aus der Quali ins Hauptfeld schaffte es auch Miranda Wilson, sie
bekommt es mit Isharani Baruha aus Indien zu tun. Ein deutsch-deutsches Duell
gibt es in der ersten Mixed-Runde. Jan Völker und Emma Moszczynski schafften
den Sprung ins Hauptfeld und treffen auf die an Position 8 gesetzten Marvin Seidel
und Thuc Nguyen.



